Wenn man über die albanische Diaspora in Europa spricht, führt kein Weg an Italien vorbei. Mit über 500.000 albanischen Staatsbürgern — plus einer noch größeren Anzahl an Eingebürgerten — ist Italien das Land mit der größten albanischen Community außerhalb des Balkans. Das ist keine kleine Randgruppe, das ist eine echte Diaspora-Nation. Und sie hat eine Geschichte, die ich tief bewundere.

Die große Flucht — 1991 und danach

Das Jahr 1991 ist für die albanische Geschichte ein Wendepunkt. Als das kommunistische Regime in Albanien zusammenbrach, strömten Zehntausende Albaner in Richtung Westen. Viele fuhren mit Schiffen über die Adria — manche in überfüllten Frachtschiffen, unter schwierigen Bedingungen. Die Bilder dieser Zeit gingen um die Welt. Italien war das erste Land, das sie empfing.

In den folgenden Jahren kamen Welle um Welle. Die Wirtschaftskrise in Albanien 1997, die Konflikte auf dem Balkan — jedes Mal zogen mehr Menschen nach Westen, und Italien war nah, erreichbar, bekannt. Was als Flüchtlingsbewegung begann, wurde zur größten albanischen Diaspora Europas.

Rom, Mailand, Florenz — wo die Albaner leben

Die albanische Community in Italien ist über das ganze Land verteilt. Im Norden — in der Lombardei rund um Mailand, in der Toskana um Florenz und Prato, in der Emilia-Romagna rund um Bologna — hat sich eine starke Community aufgebaut. Im Süden, rund um Rom und Neapel, leben ebenfalls tausende Albaner.

Was mich besonders fasziniert: Viele Albaner in Italien arbeiten in der Baubranche, in der Landwirtschaft, im Gastgewerbe. Sie haben das Land mitaufgebaut — buchstäblich. Die Häuser, die Strassen, die Restaurants. Ein Teil des modernen Italiens wurde von albanischen Händen errichtet. Das ist Stolz, den man kennen sollte.

Die Arbëreshë — 500 Jahre albanische Geschichte in Italien

Hier muss ich etwas Besonderes erwähnen, das die meisten Menschen nicht kennen: Die Arbëreshë. Das sind albanische Gemeinschaften, die seit dem 15. und 16. Jahrhundert in Süditalien leben — in Kalabrien, Sizilien, Basilikata und anderen Regionen. Sie kamen nach dem Tod des albanischen Nationalhelden Gjergj Kastrioti Skanderbeg, als das Osmanische Reich den Balkan übernahm.

Diese Gemeinschaften haben ihre Sprache, ihre Tradition und ihre Identität über 500 Jahre bewahrt. Sie sprechen noch heute einen alten albanischen Dialekt, das Arbërisht, und pflegen albanische Bräuche. Wenn ich an die Widerstandsfähigkeit der albanischen Identität denke — die Arbëreshë sind der ultimative Beweis dafür. Fünf Jahrhunderte in einem fremden Land, und sie sind noch immer albanisch.

Zwei Generationen, eine Identität

Die albanische Community in Italien ist heute tief verwurzelt. Die erste Generation, die in den 1990ern kam, hat Kinder, die in Italien aufgewachsen sind. Viele dieser Kinder haben italienische Schulen besucht, haben italienische Freunde, sprechen akzentfrei Italienisch. Und doch: Bei vielen lebt die albanische Identität weiter.

Ich kenne dieses Gefühl gut. Aufgewachsen zwischen Kosovo und Deutschland, immer das Gefühl, nie ganz hier und nie ganz dort zu sein. Aber mit der Zeit habe ich verstanden: Diese doppelte Zugehörigkeit ist keine Schwäche. Es ist eine Stärke. Wer zwei Kulturen kennt, denkt breiter, sieht mehr, verbindet besser. Die albanisch-italienische Generation macht das jeden Tag vor.

dua.com — Verbindung über die Alpen hinweg

Mit einer so großen albanischen Community in Italien stellt sich natürlich die Frage nach Verbindung. Wie findet man albanische Partner, albanische Freunde, albanische Gemeinschaft — in einem fremden Land, mit einem anderen Alltag? Das war lange schwierig. Heute gibt es dua.com.

Die albanische Dating-Plattform verbindet albanische Singles nicht nur innerhalb Italiens, sondern europaweit. Wer in Mailand lebt und jemanden sucht, der albanische Wurzeln hat und das Leben zwischen zwei Welten versteht, findet auf dua.com Menschen aus dem ganzen Kontinent. Aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, England — und natürlich aus Albanien selbst.

Als Brand Ambassador von dua.com reise ich durch Europa und treffe diese Community. Ich sehe, wie wichtig Verbindung ist. Nicht nur romantische Verbindung — sondern Community, Zugehörigkeit, das Gefühl: Ich bin nicht allein mit meiner Geschichte.

Eine Diaspora, die bleibt

Die albanische Community in Italien ist heute ein fester Teil des Landes. Sie zahlt Steuern, arbeitet, gründet Familien, eröffnet Unternehmen. Sie ist nicht mehr Gast — sie ist Mitbewohner. Und gleichzeitig bleibt sie albanisch. Das ist die Stärke dieser Diaspora: Sie hat sich integriert, ohne sich aufzugeben.

Wenn du Teil dieser Community bist oder albanische Wurzeln hast und in Italien lebst — lass uns verbunden bleiben. Folge mir auf Instagram, schaue dir meine Videos an, und schreib mir. Die Geschichten der albanischen Diaspora verdienen es, erzählt zu werden.

Mehr über die albanische Diaspora in Europa erfährst du in meinem Pillar-Artikel über die albanische Diaspora weltweit.